Vielleicht haben Sie diesen Satz schon einmal gehört oder gelesen? Er stammt von Milton Erickson, dem Begründer der Hypnotherapie. Er wollte damit ausdrücken, dass man belastende Erinnerungen aus der Kindheit – z.B mit der Inneren Kind Arbeit in einer psychologischen Beratung oder Therapie so bearbeiten und integrieren kann, dass sie den erwachsenen Menschen nicht mehr belasten.
In meiner therapeutischen Arbeit hat die Innere Kind Arbeit eine grosse Bedeutung. Denn das nichtbeachtete, traurige und verletzte Innere Kind in uns wirkt sehr stark in unser Erwachsenenleben. Wer als Kind häufig durch Missachtung, Liebesentzug, negative Bewertungen oder Beschimpfungen verletzt worden ist, trägt diese kindlichen Wunden und Prägungen weiter mit sich herum. Da reichen dann schon nur leicht kritische Worte des Partners oder im Kontakt mit anderen Menschen, um diesen alten Schmerz wieder zu spüren. Ganz schnell ist dann auch wieder die (alte, kindliche) Angst da, nicht genug, nicht liebenswert zu sein und zurückgewiesen zu werden. Aus dieser Angst heraus tun Menschen, die überwiegend mit ihrem inneren Kind identifiziert sind alles, um Zurückweisung und Liebesentzug zu vermeiden. Dies wiederum bringt sie in eine Abhängigkeit von anderen Menschen, vor allem von Partnern. Wenn Sie überwiegend mit Ihrem Inneren Kind identifiziert sind, tun Sie sich schwer, wirklich erwachsen zu werden und sich wie ein erwachsener Mensch, der selbst Verantwortung für sich übernimmt , zu verhalten.
In der therapeutischen Arbeit wenden wir uns Ihrem Inneren Kind liebevoll mit seinen negativen Glaubenssätzen zu und wandeln diese in positive Glaubenssätze um. Dem verletzten inneren Kind wird der innere Erwachsene an die Seite gestellt und wer sich so auf den Weg zum wirklichen erwachsenen Menschen begibt, wird immer unabhängiger vom Wohlwollen und der Zuneigung anderer und lernt, der zu sein, der er ist.